Jasmin Huber

Wieso dein Unternehmen eine eigene Website braucht

Ich werde von meinen Kunden immer wieder gefragt: „Brauche ich überhaupt eine eigene Website?“, „Lohnt sich das mit diesem Internet?“ (der Klassiker), „Ist das nicht total aufwändig die Inhalte dafür zu schreiben?“, …

Egal wie groß dein Unternehmen ist, egal, wie viele Mitarbeiter du hast und egal, ob du gerade erst in deine Selbstständigkeit startest: Die Website ist meist der erste Kontaktpunkt zwischen dir und deinen Kunden und damit ein essentieller Bestandteil deiner Marketingstrategie. Das unterschätzen leider immer noch viel zu viele, warum haben sonst noch etwa 30% aller Unternehmen keinen eigenen Internetauftritt?

Eine Unternehmenswebsite ist wichtig

Der Spaß beginnt online

Heutzutage ist das Internet für uns alle rund um die Uhr verfügbar. Wir haben unser Smartphone ständig in der Hand und surfen überall was das Zeug hält. Daher informieren wir uns selbstverständlich auch online über Produkte und Dienstleistungen, die wir benötigen. Wusstest du, dass 80% der Kaufentscheidungen online getroffen werden? Nein? Ich auch nicht. Bis ich diese Zahl hierfür recherchiert habe. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir die Produkte dann letztendlich im Laden um die Ecke kaufen oder uns nach Hause bestellen. Die Entscheidung über den Kauf eines Produktes oder eine Dienstleistung fällen wir bereits vorher.

Ich mache das tatsächlich auch so. Ich habe sogar riesen Spaß daran, mich in unbekannte Produktwelten reinzufuchsen, Angebote zu recherchieren und Anbieter zu vergleichen. So lange, bis ich mir sicher bin, dass ich genau DAS eine Produkt gefunden habe. In Notsituationen muss es aber schnell gehen.

Warum sich Kunden online über dich und deine Produkte informieren

Was meine Shopping-Surferei mit Kaffee und Scherben zu tun hat

Manchmal bin ich richtig tollpatschig. Letztes Jahr habe ich in meiner Schusseligkeit die Glaskanne von unserer Kaffeemaschine zerdeppert. Natürlich war da frisch gebrühter und herrlich duftender Kaffee drin, den ich mir gerade in meine blaue Pünktchen-Tasse eingießen wollte. Dummerweise kam genau bei dieser Handbewegung die Arbeitsplatte dazwischen. Ich hatte die Kanne nicht richtig, rutschte ab und zack – Scherben. Nachdem die Riesensauerei aufgewischt war, folgte die totale Ernüchterung.

Wie zur Hölle bekommen wir denn jetzt einen Kaffee?

In unserem Städtle hat nämlich am Feiertag kein Bäcker offen und Kaffee von der Tanke? – Nein Danke. Also haben wir mit Müh und Not den Kaffee mit einer selbst gebauten Ersatzkanne, bestehend aus einer Schüssel, einer Tasse und dem Deckel der kaputten Kanne, aus unserer Maschine gelockt. Das hatte wieder eine ziemliche Sauerei und einen Krampf in meinem Daumen zur Folge. „Wir brauchen so schnell wie möglich eine neue Kaffeekanne!“ – So unser Plan. Die anschließende Online-Recherche am Handy hat ergeben: „HAHA: Diese super spezielle Glaskanne für unsere hochmoderne, außerirdische Kaffeemaschine gibt es nicht. Bitte kauft euch eine komplett neue Maschine.“

Achtung – jetzt kommt der Schwabe in mit durch: Ich war viel zu geizig eine komplett neue Kaffeemaschine zu kaufen. Die war doch erst zwei Monate alt. Da fiel mir wieder ein: Wir haben hier doch so einen Elektromarkt um die Ecke. Lass uns mal schauen, ob der die im Angebot hat. Also wieder gegoogelt …

Das Ende vom Lied: Wir haben uns die Teöefonnummer besorgt – Stand ja zu Glück online direkt oben auf der Internetseite, dort angerufen und nachgefragt, ob unsere Kanne zufällig einzeln verkauft wird. Der nette Verkäufer hat uns die Kanne (gleich zwei Mal – zur Sicherheit) bestellt und wir konnten sie nach drei harten Tagen ohne heimischen Kaffee einfach abholen. Ende gut, Kaffee gut.

Warum ich dir diese Geschichte erzähle?

Ganz einfach: Viele Kunden informieren sich erst online über Produkte oder Dienstleister, bevor sie aktiv werden und kaufen. Darum solltest du unbedingt eine eigene Website mit den wichtigsten Infos zu deinem Angebot haben. Es muss nicht immer gleich ein Onlineshop mit allen möglichen Features sein. Wichtig ist, dass deine Kunden dich und deine Produkte und Dienstleistungen finden. Sonst verlierst du sie an die anderen Marktbeteiligten und verschenkst wertvollen Umsatz

Warum ein Profil in Sozialen Netzen nicht ausreicht

Social Media Hopping oder Website

„Eigentlich reicht doch auch ein Profil in einem Sozialen Netzwerk oder eine eigene Seite bei Facebook – da werde ich doch auch gefunden“, bekomme ich dann oft zu hören. Ja, stimmt. Und ich bin auch wirklich dafür, dass mehr Unternehmen in den sozialen Netzwerken unterwegs sind um mit ihrer Zielgruppe zu interagieren. Aber was ist, wenn sich deine Kunden plötzlich nicht mehr bei Facebook, sondern auf Instragram tummeln? Ja, dann kannst du dir natürlich dort ein Profil erstellen und erneut deine Followerschaft aufbauen. Tja, bis dann plötzlich Snapchat oder eine andere Plattform für deine Zielgruppe interessant wird. Dann geht das Spiel wieder von vorne los und du investierst jedes Mal Zeit und Energie, die du doch besser an anderen Stellen einsetzen könntest.

Dazu kommt, dass jede Plattform ihre eigenen Spielregeln macht. Wenn also Facebook die Regeln ändert und du plötzlich sehr viel Geld für einen Post bezahlen müsstest, dann kann das für dich auf Dauer ganz schön teuer werden. Oder Facebook verbietet das Werben für Unternehmen – ok ein sehr unwahrscheinliches Beispiel, aber wer weiß? Oder Facebook macht komplett dicht – was dann?

Du siehst also worauf ich hinaus will: Mach dir deine eigene Website, dann hast du allein die Kontrolle über die Inhalte und die Spielregeln.


Die Website ist das Aushängeschild deines Unternehmens

Gehst du morgens nackt auf die Straße?

Die Website ist das Aushängeschild deines Unternehmens. Darum sollte sie zum einen überhaupt einmal vorhanden sein, zum anderen aktuelle Inhalte präsentieren. Bevor du auf die Strasse gehst ziehst du dir doch auch was an. Und das werden vermutlich nicht die Klamotten von vorgestern sein, oder? Was denken denn da die Leute? Und genau darum geht es. Mach dich sichtbar und sorge dafür, dass du gut aussiehst. Erstelle eine professionelle Website mit aktuellen Inhalten. Wenn du zu Beginn kein großes Budget für eine eigene Unternehmenswebsite zur Verfügung hast, dann starte mit einem einfachen Content-Management-System, das du selbst installierst und einrichtest. Zur Not kannst du auch ein Baukastensystem nutzen, das ist nicht optimal, genügt aber für den Anfang. Bevor du gar keine Website hast, starte mit sowas und einer kleinen Seite, die dann weiter mit deinem Unternehmen mitwachsen kann. Die Betonung liegt hier auf starten – das ist also kein Dauerzustand.

So günstig, wie fast keine andere Werbemaßnahme

Die eigene Website ist im Vergleich zu anderen Werbemaßnahmen eine der kostengünstigsten. Du bezahlst ja lediglich einmal die Erstellung (oder investierst eben die Zeit es selbst du tun) und dann brauchst du nur noch ein paar Euro für die Domain und das Hosting. Also die Miete für den Speicherplatz auf einem Server, damit deine Website auch 24/7 erreichbar ist. Wenn das alles steht, kannst du so viel Inhalte drauf schreiben und diese so oft verändern, wie du willst. Du kannst mit wenig Aufwand aktuelle Aktionen bewerben, Angebote raus hauen und neue Informationen über deine Produkte veröffentlichen.

Eine Website arbeitet für dich. Rund um die Uhr, an allen Tagen der Woche, ob du im Urlaub bist oder krank im Bett liegst. Deine Website ist trotzdem präsent.

Auf den Punkt gebracht.

Es gibt keine Ausrede, warum dein Unternehmen keine Website hat. Also investiere ein wenig Zeit und Geld, damit auch du bald von deinen Kunden online gefunden wirst.

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