Jasmin Huber

Was genau ist ein Logo?

Das ist eine merkwürdige Frage. Denn jeder weiß doch was ein Logo ist … Sicher?

Selbstverständlich ist eine Logo das Erkennungsmerkmal eines Unternehmens, eines Produkts oder einer Person. Es ist der Hauptbestandteil des Corporate Design und sorgt für eben diesen Wiedererkennungswert. Es wird auf sämtlichen Produkte und Werbemaßnahmen angebracht, ist auf der Website zu finden und ziert natürlich sämtliche Geschäftspapiere, wie Rechnungen, Angebote und Visitenkarten. So weit so gut, aber das war noch längst nicht alles. Was genau hinter einem Logo steckt möchte ich dir hier zeigen.

Wikipedia bringt es übrigens sehr gut auf den Punkt:

„Ein Logo ist ein grafisches Zeichen (Signet), das ein bestimmtes Subjekt repräsentiert, dies kann ein Unternehmen, eine Organisation, eine Privatperson oder ein Produkt sein. Es kann als reine Bildmarke, Wortmarke oder Wort-Bild-Marke gestaltet sein und ist der wesentliche Bestandteil des visuellen Erscheinungsbildes (Corporate Design) sowie Träger der Identität (Corporate Identity) des Rechteinhabers“

Seite „Logo (Zeichen)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. April 2019, 08:57 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Logo_(Zeichen)&oldid=187493650 (Abgerufen: 21. April 2019, 18:22 UTC)

Aus welchen Elementen kann ein Logo bestehen?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Ein Logo kann eine reine Wortmarke sein. Es besteht also nur aus Wörtern, Namen oder einzelnen Buchstaben. Das kann zum Beispiel der Firmenname, der Produkttitel oder eine Abkürzung sein. Wenn du genau darüber nachdenkst fallen dir ganz bestimmt einige Wortmarken ein. Mir kommt dabei zum Beispiel als allererstes Google in den Sinn, weil ich die Suchmaschine mehrmals täglich nutze.

Sobald ein weiteres Element – Ein Bild – hinzukommt wird das Logo als Wort-Bild-Marke bezeichnet. Mit Bild ist damit kein Foto gemeint, sondern irgendeine Art von Zeichen. Zu diesem Logotyp fallen mir unglaublich viele Beispiele ein, ich möchte dir aber nur eines nennen: Nike. Das Wort „Nike“ wird mit dem unverwechselbaren „Swoosh“ (das ist die offizielle Bezeichnung des Nike-Zeichens) kombiniert. Anfangs wurden noch beide Elemente kombiniert, mittlerweile steht des Swoosh alleine als Firmenlogo da.

Steht das Zeichen alleine, wird das Logo als Bildmarke bezeichnet. Das kennst du auch, von Apple.

Es gibt keine Logo-Polizei, die eindeutig regelt, aus welchen Elementen ein Logo bestehen muss, damit es als Logo gilt. Der Kreativität darf hier freien Lauf gelassen werden.

Warum ist ein Logo so wichtig?

In allererster Linie gibt es einen ganz einfachen und praktischer Grund für die Verwendung eines Logos. Dein Logo markiert deine Produkte als dein Eigentum (oder das deines Unternehmens). Zurückzuführen ist das auf die Kennzeichnung bei Tieren durch ein Brandzeichen. Mittels eines heißen Brandeisens werden Pferde und Rinder markiert, um die Zugehörigkeit zu einem Eigentümer oder auch einer Rasse zu zeigen. Daher wird heute auch so gerne das Wort Branding verwendet. Das Logo zeigt also wer du bist, was für Produkte du verkaufst oder aus welcher Branche dein Unternehmen stammt.

Zusammen mit den anderen Elementen aus deinem Corporate Design transportiert das Logo den Charakter und die Persönlichkeit deines Unternehmens. Dabei kann das Logo deine Unternehmenswerte vermitteln oder auch die Vorteile für deine Kunden ansprechen.

Durch dein unverwechselbares Logo werden deine Produkte von deinen Kunden wiedererkannt. Deine Zielgruppe gewöhnt sich richtig an dein Logo und hält gezielt Ausschau nach deinen Produkten. Beobachte dich doch das nächste Mal bei deinem Einkauf im Supermarkt, wenn du auf der Suche nach deiner Lieblingsschokolade bist. Du hast das genaue Bild im Kopf und scannst die Regale, bis du sie gefunden hast. Was dir dabei hilft: Das Logo und die dazugehörigen Farben.

Dein Logo unterscheidet dich von deinen Wettbewerbern und hebt dich im besten Falle positiv von deinen Konkurrenten ab. Denk doch einfach mal an die Logos von Fiseursalons. Wie viel Prozent von denen hat wohl eine Schere im Logo? Ich habe jetzt nicht gezählt, aber es sind unfassbar viele. Das schöne daran, man erkennt also Kunde direkt worum es geht. Doch leider sticht dadurch keiner der Salons so wirklich hervor.

Wie muss ein gutes Logo aussehen?

Zuerst einmal muss ein Logo funktionieren, deine Zielgruppe ansprechen und auf dein Unternehmen abgestimmt sein.
Stell die vor wie komisch es wäre, wenn ein Finanzdienstleister plötzlich eine Schriftart wie Comic Schrift verwenden würde. Grundsätzlich bin ich dafür, dass niemand diese Schriftart im Logo verwenden sollte – nur um das kurz klarzustellen 😀

Außerdem muss das Logo designtechnisch einiges auf dem Kasten haben. Es muss zum Beispiel ohne Farbe funktionieren, falls es nicht eh schon schwarz-weiß ist, auf schwarzem, sowie weißem Hintergrund erkennbar sein und gut aussehen, selbst wenn es sehr stark verkleinert dargestellt wird.

Das Logo ist auch immer eine Frage des Geschmacks – aber Achtung, ich meine damit nicht unbedingt den Geschmack des Inhabers, sondern den der Zielgruppe. Das gesamte Corporate Design sollte auf deine Zielgruppe abgestimmt sein.

Die Logoentwicklung ist eine hohe Kunst und sollte keinesfalls unterschätzt werden.

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